Online-News vom 03.09.2010
Europäische Milchpreise gestiegen
 
Die europäischen Molkereien haben Milch im Juli 2010 im Durchschnitt mit 31,78 Euro je 100 kg bezahlt. Damit lagen die Erzeugerpreise um fast ein Viertel über dem Vorjahresmonat. Das geht aus dem aktuellen Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes LTO hervor.   Nur 2001 und 2008 ermittelte der LTO für den Monat Juli einen höheren Durchschnittspreis. Die Angaben beziehen sich auf Milch mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß bei einer Anlieferung von 500.000 kg pro Jahr und verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
 
Gegenüber Juni 2010 stieg der Durchschnittspreis um 1,46 Euro je 100 kg. Das war im Wesentlichen auf saisonale Preisanpassungen zurückzuführen. Von den in Deutschland in den Vergleich einbezogenen Molkereien zahlte Alois Müller mit 32,06 Euro am besten, während die angehenden Fusionspartner Humana Milchunion und Nordmilch mit 30,80 Euro je 100 kg gleich weit unter dem europäischen Mittel blieben. Am höchsten sind die Erzeugerpreise in Frankreich. Beispielsweise zahlen Danone 35,82 Euro und Sodiaal 34,43 Euro je 100 kg. Mit dem im August vereinbarten Milchpreisabkommen wird das Niveau für den Rest des Jahres abgesichert. In Großbritannien unterschreiten Dairy Crest und First Milk nach wie vor die Marke von 30 Euro.
 
In den Vereinigten Staaten ist der Preis für Class III Milch ausgedrückt in US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten um 38 Prozent gestiegen. Für das Kalenderjahr erwartet das amerikanische Landwirtschaftsministerium mit 14,25 US-Dollar pro cwt (27,97 Euro je 100 kg) eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber 2009. In Neuseeland hält die Molkerei Fonterra den Vorschusspreis für die Saison 2010/11 bisher konstant auf umgerechnet 29,32 Euro je 100 kg.
(dlz agrarmagazin/dlz)


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