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06.09.2015

Mit dem LEXION 700 in die „Vierte Dimension“


Es ist das Landtechnikunternehmen CLAAS, das im Jahr 1936 den Mähdrescher marktfähig machte für den Einsatz unter europäischen Erntebedingungen. Seitdem behauptet CLAAS mit dieser Landmaschine seine Marktführerschaft in Europa.

Von den aktuell drei Baureihen LEXION, TUCANO und AVERO bietet der LEXION nicht nur den leistungsstärksten Mähdrescher, er ist mit 20 Jahren auch die Baureihe mit der meisten Erfahrung – sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in der Praxis. Oft sind es heute Weiterentwicklungen im Detail, die für mehr Leistung, Einsatzsicherheit, Effizienz und Fahrerkomfort sorgen. Genau darauf hat man in Harsewinkel bei der Weiterentwicklung der Baureihe LEXION 700 geschaut und sich dieses Mal auf Verbesserungen in der Reinigung und Restkornabscheidung, am Strohhäcksler und der Elektronik konzentriert.

Der neue LEXION 700 nimmt in der Abgasregelung die nächste Stufe. Mit der Abgasreinigungsstufe Tier 4 / Stage 4 wechselt CLAAS beim LEXION 700 den Motorenanbieter von CAT auf Mercedes-Benz. In den Spitzenmodellen 780 und 770 arbeitet ein Mercedes-Benz-Motor der neuesten Generation mit bis zu 15,6 Liter Hubraum. Für den LEXION 780 stehen so maximal 626 PS zur Verfügung. Die Modelle LEXION 750 und 740 werden von einem 10,7 Liter Hubraum Mercedes-Benz-Motor angetrieben. Die Ausnahme von der Regel bildet der neue Perkins-Motor im Modell LEXION 760.

Die Modelle LEXION 750 und 740 haben außerdem das Kühlsystem DYNAMIC COOLING mit variablem Lüfterantrieb bekommen. Dabei wird immer nur die Kühlleistung bereitgestellt, die auch tatsächlich von der Maschine benötigt wird.

Angepasst an die gestiegene Leistung hat CLAAS bei den zwei größten Modellen LEXION 780 TERRA TRAC und 770 TERRA TRAC das Korntankvolumen erhöht – auf maximal 13.500 Liter. Mit der Entleerleistung von 130 l/s ist der Korntankinhalt in weniger als zwei Minuten überladen.

Stand der Technik in der Restkornabscheidung sind beim LEXION 700 fünf Rotorkörbe, sechs beim Spitzenmodell LEXION 780, und hydraulische Rotorklappen auf den ersten zwei Segmenten.

Für den Ausgleich von Querneigung war bei CLAAS bisher die 3D-Reinigung Stand der Technik. Dabei vermindert die aktive Steuerung des Obersiebes die Mattenbildung auf dem Sieb. Ohne diesen Ausgleich drohen beim Mähdrusch in kupiertem Gelände Reinigungs- bzw. Leistungsverluste. Diese Problematik gewinnt mit steigender Maschinenleistung natürlich an Brisanz.
Die vierte Dimension – 4D-Reinigung

Für die neuen leistungsstärkeren Modelle des LEXION 700 hat CLAAS deshalb die 4D Reinigung entwickelt. Die 4D Reinigung besteht aus den beiden Komponenten hangabhängige Rotorklappensteuerung und automatische Gebläsesteuerung. Ist die Maschine mit der 4D Reinigung ausgerüstet, bekommt sie ein zusätzliches drittes Paar Rotorklappen. Die aktive Steuerung der Rotorklappen geschieht in Abhängigkeit zur Quer- und Längsneigung der Maschine sowie der aktuellen Belastung von Abscheidung und Reinigung. Die hang- oder talseitigen Hälften der Rotorklappen-Segmente werden dazu automatisch geöffnet oder geschlossen. Die Gebläsedrehzahl wird dabei automatisch an Bergauf- oder Bergabfahrt angepasst. Die neue 4D Reinigung greift also schon in der Restkornabscheidung ein und entlastet so die Reinigung. Die 4D Reinigung läuft automatisch im Hintergrund ab und bedarf keiner weiteren Steuerung durch den Fahrer. Sie ist voll integriert ins CEMOS AUTOMATIC und trägt zur voll automatischen Maschinenoptimierung bei. Natürlich kann der Fahrer manuell eingreifen und das System über das CEBIS Terminal bei Bedarf ausschalten.
LEXION 750 jetzt auch als MONTANA

Für die Ernte in sehr kupiertem Gelände sind die beiden Modelle LEXION 760 und LEXION 750 auch als MONTANA Version verfügbar und können eine Querneigung bis zu 17 % ausgleichen.

Verbessertes Streubild – vergrößerte Häckseltrommel

Die Dimensionen geändert hat CLAAS ebenso beim Strohhäcksler. Die Trommel ist beim neuen LEXION 700 im Durchmesser um 5 cm gewachsen und ermöglicht so eine gleichmäßigere Häcksellänge, Gutannahme und -führung. In Kombination mit einem Streublechverteiler sorgt die größere Häckseltrommel für eine verbesserte Beschleunigung des Häckselgutes und damit ein breiteres und gleichmäßigeres Streubild auf dem Acker.

Auch beim Einsatz des kennfeldgesteuerten Radialverteilers erreichen die neuen Modelle ein noch gleichmäßigeres Streubild. Dafür hat der Radialverteiler einen mechanischen Antrieb bekommen. Der neue Radialverteiler ist nicht nur drehzahlstabiler sondern bietet vor allem ein Plus im Bedienkomfort und verminderten Kraftstoffverbrauch.

Der Reibboden und die Gegenmesser des Häckslers lassen sich jetzt hydraulisch bequem von der Kabine aus übers CEBIS Terminal verstellen. Auch die Umstellung zwischen Transportposition, Häckseln und Schwadablage kann der Fahrer per Knopfdruck aus der Kabine regeln.
Ernten unter schwierigen Bedingungen – Automatische Gutflusskontrolle

CLAAS Mähdrescher sind dafür bekannt, dass sie gerade unter extremen Ernteverhältnissen ihre Vorteile ausspielen. Die Antriebe des Mähdreschers werden dabei stark beansprucht. Um kritische Lastspitzen frühzeitig zu erkennen, hat CLAAS für den neuen LEXION 700 eine automatische Gutflusskontrolle entwickelt. Dabei werden die Drehzahlen von Motor, APS Dreschwerk und ROTO PLUS Restkornabscheidung überwacht und abgeglichen. Tritt doch einmal der Ernstfall ein, werden der Einzugskanal, das Vorsatzgerät und die Korntankentleerung sofort automatisch abgeschaltet, so dass es gar nicht erst zu einem Einsatzausfall kommt.
Erfahrung macht den Meister – CEMOS AUTOMATIC

2012 präsentierte CLAAS für den LEXION 700 das CEMOS AUTOMATIC System – die erste vollautomatische Mähdreschereinstellung für Abscheidung und Reinigung. Zunächst kam es in den Kulturen Weizen, Gerste und Raps zum Einsatz. Aber CEMOS AUTOMATIC ist ein lernendes, sich selbst optimierendes System, in das die weltweiten Erfahrungen aus den Ernteeinsätzen seit der Markteinführung laufend einfließen. So erweitert CLAAS das Einsatzspektrum mit dem neuen LEXION 700 um die Fruchtarten Mais und Soja und ermöglicht zudem die Bedienung direkt im CEBIS der Maschine. Bedienlogik und Menüführung ist so identisch zu allen anderen Funktionen der Maschine.


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